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karpfen.04 |
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Im Märzen der Andi |
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war ich restlos bedient, da 2 Ruten am gegenüberliegenden Ufer kompromißlos vom Schiff mitgerissen wurden. Patsch, Abriß und mitten in der Nacht alles neu montieren und rausfahren. Der Twente gibt, der Twente nimmt...und meine Laune näherte sich dem Höhepunkt. Zufälligerweise war ich nicht der einzige, der Nachtschicht einlegen mußte, denn meine Kollegen waren ebenfalls in der Tiefschlafphase und wurden mit einer mitternächtlichen Bastelstunde ebenso bestraft. |
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So bastelten wir alle an unseren Rigs und beim Rausfahren legte ich, warum auch immer, ganz woanders ab. Irgendwie ohne richtiges Vertrauen legte ich den Boilie in 50 cm Wassertiefe ab. |
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So langsam wurde es hell und mittlerweile Samstagmorgen, als die Niedrigwasserrute mich mit Dauerton aus dem Schlaf riß. Erstaunt nahm ich die Rute vom Pod und fing einen schönen Twente Schuppi. Sofort ruderte ich die Rute neu bestückt in die Flachwasserzone, wollte gerade Wasser für den obligatorischen After Catch Cappuccino aufsetzen, da meldete sich der nächste Dauerton an der gerade frisch abgelegten Rute. |
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So ging das bis 12 Uhr mittags, das ich nicht zur Ruhe kam. Teilweise gerade am Ufer angekommen, straffte die Schnur, klinkte den Swinger ein und zwischen Daumen und Zeigefinger rannte die Schnur von der Bremse. Unglaublich!!! Kai und Daniel fingen mittlerweile auch recht ordentlich und so war Andi einzig und allein unser Sorgenkind, der ab Samstagmorgen alles ummontierte, nach allen Regeln der Kunst bastelte und experimentierte, doch Erfolg stellte sich nicht ein. |
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Bei Andi, der direkt neben mir saß, passierte einfach nichts. Er ließ sich ein von mir gebundenes Rig montieren und verwendete mittlerweile meine Special Boilies, doch irgendwer meinte es nicht gut mit ihm. So verkroch er sich in sein Zelt und konnte das ganze Dauergepiepe nebenan nicht mehr wirklich ertragen. Verständlich, doch was sollten wir machen? Alle fingen, nur einer nicht, that`s carping. |
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um mit seinem ersten Dauerton Kontakt aufzunehmen. Alle drei standen wir um ihn herum und hofften, daß der Fisch auf jeden Fall im Kescher landet. Nach kurzem, heftigem Drill wurde ein schöner Schuppi sicher gekeschert. Andi befreite den Fisch vom Haken, nahm ihn beidhändig und beugte sich vor, um den Fisch zurückzusetzen....leider zu weit vor, so daß ihm sein gerade erst für viele DM`s gekauftes nagelneues Nokia Telefon aus der Brusttasche glatt in den Twente fiel?! |
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Und als hätte Kai eine weise Vorausahnung auf die Dinge, die da noch kommen sollten, schlug er die Hände vor`s Gesicht ... owei....owei....owei.... |
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Irgendwie war die Luft dann auch raus und wir beschlossen einzupacken und rödelten ab. Ich packte das Gelumpe in das Boot und ruderte zur Kaimauer. Kaichen wartete schon. |
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Er beugte sich über das Wasser, um mir beim Ausladen zu helfen und irgendwie hatten wir den Eindruck, das sich Kaichen`s Autoschlüssel beim Vorbeugen aus seiner Brusttasche Richtung Kanalgrund verabschiedet hatte. Wir konnten es nicht fassen, das uns ein solcher Fauxpas binnen 3 Stunden 2 mal ereignete. Wie konnte das passieren, standen wir ratlos frangend am Ufer des Twente. |
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War es wieder einmal dieser verflixte Twente, der Kai erst gab um anschliessend zu nehmen??? Wie die Trottel standen wir am Ufer und fragten uns, wie wir denn nun die Heimfahrt antreten sollten. Im Mute der Verzweiflung kam Kai der Geistesblitz, den guten Bass aus der Orbit-Sound-Ablage meines Autos als Magnetgreifer zu mißbrauchen. Wir einigten uns schnell und ich stellte die Box zur Verfügung. Nun war es Kai, der im Wasser stehend den Grund mit der Box an einer Schnur absuchte. |
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Tatsächlich klebte der Schlüssel nach 3 Versuchen an der Box und Kai triumphierte. Donnerwetter, damit hatte wohl keiner so schnell gerechnet! Schnell packten wir alles in die Autos und traten den Heimweg an. Alles? Nein, leider liessen wir meine Karpfensackstange allein am Kanal zurück. |
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Nicht weiter schlimm, wäre es nicht eine von mir sehr aufwendige in der Spätschicht selbst gedrehte super Edelstahlstange gewesen an der ich sehr hänge. |
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