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karpfen.04 |
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Wieso, weshalb, warum? |
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An diesem Seeteil gibt es einen Campingplatz, eine Badanstalt mit Schwimminsel, einen Tretbootverleih und eine kleine Segelschule. Wenn man dort fischen möchte, braucht man eine Sonderlizenz vom Campingplatzbetreiber und darf von Sonnenaufgang bis Untergang fischen. Aber bei dem Betrieb und den Einschränkungen, ist das dort nicht jedermanns Sache, so dass dort recht wenig gefischt wird. |
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Die Karpfenangler die dort fischen, können nur jeden dritten gehakten Fisch landen. Da ich nicht für Fische mit Haken und Vorfächern im Maul wissentlich verantwortlich sein möchte, kommt diese Stelle für mich, trotz Fischaktivität nicht in Frage. Von diesen Anglern bekam ich aber immer wieder zu hören, dass es doch einfach ist, Fische zu haken... Was nützt haken bei sehr hohen Verlusten? So, genug mit den nicht ganz einfachen Vorschriften und Einschränkungen. |
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Nach all den Fehlschlägen versuchte ich dann, die Stelle am See, zu der man am weitesten laufen muss. 2 Kilometer mit dem Trolley und das ganze zweimal bis alles am Platz war. Aber dafür befand sich in 140 Meter Entfernung ein 60 Meter breiter, sichelförmiger Plateaustreifen, der von 4,5 Meter auf 1,4 Meter hochgeht und dann wie an einer Mauer auf 6 Meter abfällt. |
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Doch der Erfolg blieb wieder trotz vieler Nächte aus. Die Karpfen wollten, obwohl man sie unter der Brücke und dem Futterplatz herziehen sah, keine Nahrung aufnehmen. Mitte Mai, konnte ich an der breitesten Stelle des Sees, in 400 Meter Entfernung, die Karpfen vor dem gesperrten Schilfgürtel beobachten. |
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Im August meldete Kachelmann eine Schlechtwetterfront an und es war Zeit, an die Stelle mit dem Marathonmarsch zu wechseln. |
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Nachdem ich mit dem Trolley alles für 7 Nächte an Platz gehievt hatte, begann es zu regen und zu stürmen. Und das blieb auch die gesamte Sitzung so. Die Ruten fuhr ich mit mächtig Schlagseite des Köderbootes raus und als ich das Bivi abspannen wollte, gab der Bissanzeiger einen Piep ab. |
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Nach langer Suche fand ich doch eine Stelle in der Nähe eines ehemaligen Hot Spots. Ein langgezogenes Sichelplateau in 120 Meter Entfernung, wo es von 7 Metern bis auf 3,5 Meter und wieder auf 7 Meter abfällt Dieser Streifen ist ca. 80 Meter lang und krautfrei. |
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Die Fische ziehen nomadenhaft durch den grossen See und sind scheinbar nicht standorttreu, wie ich es oft an anderen Gewässern beobachten konnte. Da ich fast alle Fische bei schlechtem Wetter oder vor einem drastischen Wetterwechsel gefangen habe, denke ich, dass hier ein Schlüssel zum Erfolg liegt. Scheinbar löst starker Wind und Regen bei diesen Karpfen Fresslaune aus. Ein weiterer Aspekt sind harte und hochwertige Köder. Die Karpfen - mit natürlichen Futter überversorgt - akzeptieren unser Futter nur als Ergänzung oder aus Neugierde. |
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