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karpfen.04 |
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Frühlingserwachen |
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Hurra der Lenz ist endlich da. War das ein langer harter Winter, wie wir ihn so gar nicht mehr gewohnt sind. Schnee, Eis und Kälte beherrschten lange Zeit, bis weit in den März hinein, das Geschehen. Kein Vergleich zum letzten Jahr und so bibbern wir auch jetzt noch immer, Mitte Mai, bei mageren 10° Celsius. Die Quecksilbersäule vermag einfach nicht empor klettern und so verschiebt sich auch in der Natur einiges nach hinten. Mittlerweile hat sich zumindest in der Pflanzenwelt der Frühling bereits durchgesetzt, die Wassertemperaturen jedoch steigen nur sehr langsam. |
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So liegen diese Bilder erst wenige Wochen zurück und trotzdem sind sie innerlich längst verdrängt, in Vergessenheit geraten. Obwohl es immer eine sehr gute Abschaltgelegenheit ist, in diese zauberhafte und vor Ruhe trotzende Winterlandschaft zu entfliehen. Die Gedanken schweifen ab und weit weg scheinen sie zu sein, die alltäglichen Schlagzeilen, die nur allzu gern unser Leben beeinflussen wollen. Nach einigen wenigen Stunden im ewigen Eis verharrend, heimgekommen aus der eisigen Kälte, ist die Freude über eine warme Hütte und einen Becher Kaffee riesengross - was braucht es mehr, zum Glücklichsein? |
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Und endlich beginnt es zu tauen, das ewige Eis. Das Überlebensloch der Wasserhühner wird ständig grösser, bitte keine Rückschläge mehr, wir wollen angeln! Es ist geschehen, wir trauen unseren Augen kaum, der See ist befreit von seiner Last und das Eis geschmolzen. Es treiben empor an die hiesige Wasseroberfläche die Opfer dieser langen Winterperiode - Karpfen, Hechte und Weissfische! Sie haben es nicht geschafft, sie werden diesen Frühling nicht erleben. Sie erlagen bedauerlicherweise dem Sauerstoffmangel unter der Eisfläche, der nur allzu oft die Fischbestände nach langen Wintern dezimiert. |
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Fische in flachen Seen mit geringem Wasservolumen sind besonders gefährdet. So ging es mit gedämpften Optimismus Ende März zum ersten mal für eine Nacht ans Wasser. Es war dieser Samstagabend als Schalke im Ulrich-Haberland-Stadion grandios auftrumpfte und Bayer Leverkusen mit 2:0 besiegte. |
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Natürlich reifen allein auf weiter Flur an einem See auf der Liege liegend, nach einem solchen Spieltag Meisterschaftsträume. Obwohl das Wetter wirklich schlecht war, mit kalten Regenschauern und bösen Winden, genoss ich jede Minute. Endlich wieder angelnd am Wasser! Aufgrund dieses fürchterlichen Wetters war ich des Morgens auch nicht wirklich traurig, dass nichts piepte. Ein warmer Kaffee am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen. Und meine einzige Sorge an diesem tristen Märzmorgen war das bevorstehende Einpacken des triefend nassen Tackles. Einiges verfrachtete ich bereits ins Auto und wie es dann manchmal so ist wie es ist im Märchen, gab es dann doch noch diesen so lang ersehnten Dauerton. Bereits im und am Drill erkannte ich einen alten Bekannten. War es letztes Jahr mein 2. Fisch, so war es in diesem jungen Jahre 2010 mein erster deutscher Karpfen. Ist schon manchmal merkwürdig, wie es dann so kommt wie es kommt oder? Natürlich war es im Anschluss ein Selbstläufer, den Rest des nassen Tackles zu verstauen. |
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Prinzipiell sind Doppelfänge mein Ding so gar nicht, jedoch hat sich dieses seid geraumer Zeit ein wenig gewandelt. Es ist schon kurios, vor allem dann, wenn man noch längst nicht durch ist und ich denke, ich werde mir zu diesem Thema mal ein wenig umfangreichere Gedanken machen. |
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Immer nur die ollen Karpfen... |
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...wird ja mit zunehmender Dauer dann auch oftmals langweilig und so verabredeten wir uns eines schönen Sonntagmorgens einfach mal zum Stippen. Wow, was man da alles auffahren kann! Unser Lehrer würde sagen, wir sind vom Angelclub “Lange Rute”, was in diesem Fall auch auf alle Fälle vollkommen zutrifft! |
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Trotz des wahrlich schäbigen Wetters hat es Spass gemacht. Die Fische waren in bester Beisslaune, welches nach 2 stündiger Angeldauer mit einem ersten fingerlangen Kaulbarsch eindrucksvoll bestätigt wurde! Der Knoten war geplatzt, auch wenn es zwischenzeitlich immer mal wieder regnete, war die Freude über die nun folgenden, ebenfalls fingerlangen Rotaugen riesengross. Ausgestattet mit feinstem Geschirr, erforderte es bei Wind und Wellen vollste Konzentration, diese feinen Bisse zu erkennen. |
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Weg vom Hafen... |
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...hinein in die Natur. Getrieben von unbarmherziger Hitze und Sonnenschein explodierte sodann auch die Natur. |
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Zumindest an einem der beiden schönen Tage in diesem Jahr. Alles lechzte förmlich nach diesen ersten wärmenden Sonnenstrahlen. Wir entdeckten diesen Zauberbaum, Foto ganz links. Bei näherer Betrachtung fiel uns im linken Bereich ein Karpfen auf, während rechts, man sieht es im Bild, eine Schildkröte sich die Sonne auf den Panzer schienen liess - so genoss jeder für sich, regungslos den Tag - im Übrigen ohne zu angeln! |
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Im Uferbereich trafen wir noch einige weitere Karpfen an und auch wenn keine Giganten zum Vorschein kamen, sind es trotzdem immer wieder beeindruckende Momente die Fischlein so unbedarft schwimmen zu sehn. |
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Eine andere Welt... |
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...werden wir demnächst mal genauer erkunden. In diesem betörenden Fleckchen Erde war der Frühling noch deutlich rückständiger. Wie herrlich wäre es denn, den Frühling eines jeden Jahres 3 oder gar 4 mal zu erleben? |
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Weiter gehts... |
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...und trotz dieses miserablen Frühlingswetters bissen auch einige Fische. Also wohl dem, den es dann auch ans Wasser zieht. |
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Es spielt dann auch keine Rolle, ob man wie unser Fabian seine Rute an heimischen Teichen auswirft oder wie Christoph auf hoher See silbern glänzende Meerforellen riggert. Derjenige, der am Wasser ausharrt wird belohnt, so auch Steewart mit einem klasse Spiegelkarpfen. |
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Skeptisch drein... |
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...blickt dieser Schwan, angesichts der Faxen, die sich da vor ihm auftun?! Martin Grütze, endlich vom Prüfungsstress befreit, kann jetzt endlich wieder seine Energien beim Angeln entfalten. So bastelten sie sich ein Karpfenliegenhochbett, welches aber nach eigenen Aussagen über Nacht nicht wirklich empfehlenswert ist. Instabil oder was war da los? |
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Irgendwie müssen die langweiligen Phasen zwischen den Bissen ja auch überbrückt werden, man kann nicht den ganzen Tag über in englischer Manier auf dem Baum hocken und beobachten, ob irgendwo Karpfen gründeln oder im eigenen Saft getränkt, hm lecker, in der Wathose auf überfluteten Wiesen durchs Aquascope glotzen, ob nicht doch irgendwo ein Frassloch zu finden ist?! So wurde Martin auch mit einem schönen Graser belohnt. |
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Unser Martin ist nicht nur endlich verheiratet, nein seinen ersten Wels hat er in diesem Jahre auch bereits erwischt. Auf der Karpfenrute war es ein sagenhafter Drill! Einen echten Beau fing Nico während eines Frühlingsansitzes und auch Stefan war mit einem Schuppenkarpfen erfolgreich. |
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