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Alles Schaum & Rauch im deutschen Herbst 2008?!

Einmal mehr neigt sich ein Jahr dem Ende zu und sicherlich nicht nur wir fragen uns, wo ist denn nur die Zeit geblieben? Mit dieser abgedroschenen Phrase leiten wir also unser Herbstupdate ein? Aber mal Hand aufs Herz, entspricht sie nicht aktuell, so kurz vorm drohenden Jahresende, auch der tatsächlichen Gemüts- und Stimmungslage?

Spätestens, wenn im hiesigen Einzelhandel bereits im September die Weihnachtslebkuchen ausliegen, weiss man, was die Stunde geschlagen hat. Nichtsdestotrotz ist es natürlich eine furchtbare Unsitte, mit dieser Weihnachtshysterie bereits so früh im Jahr zu starten!

Nun gut, jetzt, zu Beginn des meteorologischen Winters, gleichzeitig auch ursprünglicher Start der besinnlichen Vorweihnachtszeit, gilt es erst einmal auf das kunterbunte Herbsttreiben zurückzublicken. Dieses wurde für uns nicht wirklich angenehm eingeläutet - aber seht selbst: Vorhang auf!

- oder vom Winde verweht?!


Im Herbst ist es nicht immer ganz einfach, das passende Timing für eine fischreiche Tour zu finden. Verspricht der Altweibersommer in der Regel reiche Beute, kann es einem auch tatsächlich widerfahren, von dynamischen Sturmtiefs überrascht zu werden.

“Bad luck” heisst es dann very british, wenn man am Wasser verharrend ein solches Sturmtief über sich ergehen lässt oder lassen muss. Wohl dem, der sein Equipment gesichert hat und den rauhen Naturgewalten nicht schutzlos ausgeliefert ist.

Aber seien wir ehrlich, toben die Winde in orkanartigen Böen über die Wasserfläche, so dass sich die Wellen meterhoch aufbauschen, hat man als angelnder Mensch am Wasser nichts mehr zu lachen und vor allem auch nichts mehr zu suchen!

sich fühlen wie Rolle leer

Ein jeder, dem extremste Schlechtwetterfronten langersehnte Angelfreuden vermiesten, wird in Zukunft vielleicht doch, den Voraussagen des deutschen Wetterdienstes einwenig mehr Beachtung und vor allem Vertrauen schenken.

So überlebten wir dennoch 4 Tage in diesen himmlischen Winden, trotzten Sturm, Wellen, Böen und Orkanwirbeln, hatten die Ruten kaum im Wasser, irrten hilflos umher, fingen nicht ein einziges Fischlein und fühlten uns wie Rolle leer!

Am Ende überwog gar die Freude, wieder heil und unversehrt am heimischen Herd zurückgekehrt zu sein, Wunden zu lecken und Energie für den gerade erst begonnenen Herbst aufzutanken!

Um keine neue Erfahrung reicher, die Abenteuerlust auch nicht im geringsten gestillt, dafür wiederholt die Erkenntnis gewonnen, den Naturgewalten nicht trotzen zu können und nur ein Spielball zu sein, ging es nun daran noch ein paar Fische zu fangen! Man könnte auch sagen, Alter schützt vor Kühnheit nicht - oder war es Torheit?

Wie auch immer, weiter gehts, Rollen neu bespult, Pech und Schwefel abgeschüttelt, ging es mit einer Rekordkarausche los.

Manuel & Andre mit traumhaften Herbstbildern

Zahlreiche Bilder füllen oftmals mein digitales Postfach und es bereitet mir stets auf`s Neue wieder viel Freude, diese Bilder zu betrachten. So manches mal entlockt es ein Schmunzeln, mal aber auch ist man schockiert, ergraust, erfreut, belustigt, erregt, erbost und eher selten erstaunt!

Ja, die Liste der Adjektive liesse sich unendlich weiter fortführen und ein jeder empfindet es unterschiedlich. Das Schöne, das Böse, Dämonenhafte, Reizende, was auch immer, irgendwie wirkt er, der per Fotografie festgehaltene Moment, oder auch nicht! So stellte ich mir bei Erhalt der Bilder des Manuels die Frage, warum kann es ein mancher und warum können es andere wiederum nicht? Stümperhaft, lieblos und ohne Blick für das Detail dahingeknipst? Charaktersache oder Talent? Sowohl als auch? Oder die ganz simple Antwort: Fotografieren kann man nicht lernen, man muss es können!

Entfaltung des Herbstes-ein bezauberndes Bild

Sicherlich vermag man es lernen können, die Technik einer Kamera zu beherrschen, keine Frage. Es geht aber nicht darum, technisch einwandfreie Bilder zu knipsen, sondern um den Blick für das Motiv und dieser ist entscheidend! Eine Parallele gibt es selbstverständlich zum Angeln oder besser gesagt: Zum Fische fangen! Denn angeln ist ja nicht gleich Fische fangen, oder? So gilt der alte Spruch, der mir seit damals, ich war zarte 8 oder 9 Jahre alt, noch immer in den Ohren klingelt: Angeln kann man nicht lernen, das muss man können! Wie wahr, wie wahr, hat dieser Spruch die Jahrtausendwende überdauert und besitzt auch heute noch, im 21. Jahrhundert, mehr Gültigkeit denn je!

Natürlich wird es eines Tages auch der stümperhafteste und untalentierteste Mensch auf diesem Erdball lernen, haltbare Knoten zu binden, seine Angelrute auszuwerfen, das Boot aufzupumpen und so weiter und so weiter. Nur eines, das ist Gewiss, auch nach Konsum des 147. Parts der “Korda Underwater State of the Art ich weiss jetzt was die ollen Karpfen da unten alles so treiben” Videos, ist es nach wie vor das erforderliche Händchen, nennen wir es das Goldhändchen, das man haben muss! Und dieses kann man weder anlernen noch für irgendeine Summe teuer Geld auf dieser Welt kaufen! Man muss es einfach haben! Beim Abdrücken des Auslösers der Kamera genauso, wie beim Ablegen des Rigs!

Immer gern benutzt-der Einzelbankstick

Es liegt uns aber fern, unserer Leserschaft den Mut zu nehmen oder Angst zu machen und daher gilt: Bange machen gilt nicht! Schliesslich lassen wir uns auch gern vom Gegenteil überzeugen und beim Karpfenfischen ist es doch auch tatsächlich so:

Irgendwann, nach unendlichen Stunden, Tagen, Nächten, Wochen, Monaten oder gar Jahren des Wartens, findet auch das blindeste Huhn ein Korn, manchmal auch mal zwei... Also belassen wir es an dieser Stelle dabei, denn hier endet der Rausch des Schönen, der wirklich bezaubernden Bildern des Manuels und so hoffen wir darauf, dass er uns in Zukunft weiterhin mit tollen Fotos versorgt!

Immer weiter schreitet er voran, der Herbst, die 3. Kraft der Jahreszeiten mit allem drohenden Ungemach aber auch mit Lichtblicken in Form von Fischen jeglicher Art.

War es in diesem Fall ein Schuppmann, 

drangen Magda und Simon in die heimliche Welt der Welse ein. Und Anwar? Was macht Anwar? Anwar sagt:

Und schon wieder ist es Herbst! - Anwar E.

Das Zelt rasch aufgebaut, die Ruten montiert, das Boot aufgeblasen und die Köder ab ins kühle Feutsch transportiert. Der Wind dreht ständig und signalisiert, dass das kühlere Wetter immer näher kommt. Die Bäume verlieren ihre goldbraunen Blätter, die unsere Zelte herbstlich schmücken. Der Herbst ist nun endlich wieder da und bringt, wie jedes Jahr neue Überraschungen mit sich. Doch dieser Herbst ist besonders schön, er zieht sich weit hin bis fast zum Jahresende und lässt uns Angler hoffen.

Hoffen auf die fette Beute und schöne Bilder!

Rückblick: Dieses Jahr haben meine Jungs und ich einige gute und auch einige schlechtere Erfahrungen machen müssen. Wir haben uns als Team zusammen gerauft und versuchten dadurch unsere Ziele schneller zu realisieren. Nach dem Motto “Einer für ALLE und ALLE für einen”, versuchten wir unser Glück. Doch schon nach den ersten Ansitzen gab es Meinungsverschiedenheiten, weil die Karpfen nicht so wollten wie wir uns das vorgestellt hatten. Das Vertrauen in uns fehlte. Einige von uns verbrachten so das gesamte Frühjahr ohne Fisch, andere wiederum fingen ihre besten Fische. Was tun? Hat das Teamangeln einen Sinn, wenn ich alleine besser fangen kann? So viel Mühe und Vorbereitung und nur so wenig Erfolg?

Fazit: Zu guter letzt jedoch kamen drei Mann (Martin, Henning und ich) wieder zusammen und dachten sich, dass nicht immer alles auf Anhieb funktionieren kann, wie der Mensch es plant. Karpfen bleiben nun mal Tiere die willkürlich handeln. Wir versuchten es also erneut als TEAM! Es lief besser denn je. Jeder von uns kam auf seine Kosten und wurde reich mit Fisch beschenkt. Das Vertrauen der Kollegen muss man sich hart erarbeiten. Ist es einmal aufgebaut, so lassen sich die Dinge wesentlich einfacher planen und umsetzen. Aber seht selbst, was es uns gebracht hat!

und dann war da noch: Die Suche nach dem verlorenen Einzelbankstick

Was ist nicht schon alles über ihn geschrieben worden? Was wurde er hochstilisiert und gerühmt als flexiblere, mehr Fisch fangende Rutenablage. Angepriesen als die Karpfenanglerschaft rettende Alternative zu diesen als fürchterlich und prollig verpönten Rod Pods? Sagenumwoben und zum Helden der karpfenangelnden Zunft erkoren. Aufgestiegen und anerkannt als die einzig wahre Rutenablage des elitären Karpfenanglers, der nicht einmal einen erniedrigenden Blick herab von seinem imaginären Einzelbankstickthron auf den ganz in Advantage Timber gekleideten, Rod Pod usenden Carp Hunter übrig hat. Da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug wie nie zuvor!

Was hat es denn nun auf sich, mit diesem gemeinen Einzelbankstick? Was ist es denn nun? Übertriebenes Lob, unverdiente Hervorhebung oder was ist hier jetzt Fakt?

Sicherlich wussten wir bereits im Vorfeld, dass er nicht mehr Fische fängt. Das haben wir schliesslich am Cassien untersucht und mit fundierten Fakten beweisen können. Wir wollten aber weitere Rätsel lösen und so unternahmen wir des Nachts eine erschwerliche Exkursion, um in die Niederungen der Einzelbankstickfraktion abzutauchen.

Wir irrten durch Nacht und Wind und suchten, suchten und suchten. Wir waren sicher, hundertprozentig sicher, an diesem langen, kaum enden wollenden Gewässer fündig zu werden. Die Suche war sehr mühsam, wurde aber schliesslich, kurz vor Aufgabe unserer Mission stehend, durch dieses unnachahmliche Vernehmen dieser Kratz- und Scharrgeräusche belohnt. Wir hatten ihn tatsächlich entdeckt! Gefunden in dieser etwas unheimlichen Stille, die nur durch dieses Prockeln und Stochern unterbrochen wurde. Unglaublich, wir trauten unseren Augen kaum und wagten es nicht, ihn auf sein Tun anzusprechen. Auch wissen wir nicht, wie lange er sich schon vergeblich mühte, festen Halt für seinen Einzelbankstick zu finden?

Ich sage euch, es war ein Bild des Jammers! Trotz kältester Nacht, rannen diesem armen Tor die Schweissperlen nur so von der Stirn, plitsch platsch, plitsch platsch wurden die Kreise im Wasser immer grösser, bevor sie sich auflösten, genauso wie die Hoffnung auf festen Halt des Einzelbanksticks. Auha, er bemerkte unser Kichern, drehte sich, den Einzelbankstick im Unterkiefer haltend zu uns um, verschwand und ward nie mehr gesehen! Zurück in dieser gespenstischen Atmosphäre blieben Kratzspuren im Herbstlaub und diese gähnende Stille und Leere in dieser bitterkalten Nacht! Aber halt, was ist dort drüben, nur wenige Meter weiter? Wir vernahmen das typische Geräusch eines sich öffnenden Reissverschlusses und entdeckten ein unauffälliges Bivi. Eine Person kroch schlaftrunken aus dem Innern hervor. Ist das ein Carp Hunter? Vorsichtig näherten wir uns und erblickten erstaunt ein Rod Pod. Dann ging alles sehr schnell, Anschlag und Drill.

Ein winterlich gefärbter Schuppenkarpfen durchbrach die Einöde und Stille der Nacht. Wir gaben uns zu erkennen und fotografierten den Fisch. Lange diskutierten wir in dieser Nacht gemeinsam das soeben Erlebte und mehr oder weniger drehte sich alles um das Phänomen des Einzelbanksticks. Letztendlich kamen wir zu dem weisen Entschluss: Während wenige Meter von uns entfernt, gehämmert, geprockelt und gestochert wurde, lagen hier die Ruten bereits im Wasser und zur Belohnung wurde gedrillt! Der Einzelbankstickuser jedoch zog frustriert von dannen und ward nie mehr gesehen. Einzelschicksal?

Wir wissen es nicht genau, die Wahrscheinlichkeit jedoch ist hoch, das die Dunkelziffer weitaus höher ist. Auch diese Nacht verging, es dämmerte und nur langsam wurde es hell. Der Spuk war vorbei, nichts war mehr von dem sich wenige Stunden zuvor abspielenden Drama zu erkennen. Die einzigen Zeitzeugen waren wir, wir hatten gewonnen, vor allem eine neue Erkenntnis.

Die Zeit schritt weiter voran und zum Vorschein kam die ganze Tristesse einer erwachenden Kanallandschaft. Einzig und allein von einem Thema war unsere Aufmerksamkeit von dieser biederen Monotonie abgelenkt. Ein Thema, welches uns in der letzten Zeit häufiger berechtigten Anlass zu grosser Sorge um den Untergang der deutschen Karpfenangelei gab.

Bisher war es so, dass wir, die selbsternannte, karpfenangelnde Elite recht amüsiert und ein wenig herablassend auf diejenigen blickten, die doch da so lustig gekleidet und rutenschwingend in Bächen und Flüssen watend diese kleinen Forellchen aus dem Wasser zogen. Aus dem Schmunzeln wurde echtes Gelächter, wenn sich diese Anglerschaft auch noch mit der Angelgerte quer im Unterkiefer sitzend ablichten liessen. In der Fliegen- und Spinnfischerszenerie ist diese Marotte seid jeher beliebt und daher freuen wir uns auch mit ihnen, wenn sie dieses weiterhin so handhaben. Wir karpfenangelndes Volk jedoch, seid jeher originell und selbsternannt elitär, sind traditionell nicht für Abkupfern bekannt und daher folgt jetzt, unsere neu gewonnene Erkenntnis:

Der Einzelbankstick gehört in Karpfenanglers Unterkiefer - und sonst nix!

Da wir keine Schaumhelden sind, prämieren wir in 2009 das origenellste Karpfenangler Bild mit Einzelbankstick im Unterkiefer mit einem Geschenk Jahresabonement des carp hunters magazine im Wert von 49,-- Euro!

Also ran ans Abo! Einsendeschluss ist der 31.Mai 2009, danach publizieren wir an dieser Stelle die originellsten Bilder und prämieren das beste Bild. Mitmachen lohnt, denn vielleicht findet sich ja noch ein edler Spender, der unser feines Spässle unterstützt, so dass eventuell auch noch weitere Plätze prämiert werden können. Bilder bitte per e-mail senden an: webmaster@karpfen04.de

So verbleiben wir mit einem gewissen Stolz, mal wieder Licht ins Dunkle und Nebulöse gebracht, sowie hieb- und stichfeste Fakten geschaffen zu haben. Wir wünschen viel Erfolg!

Berlin, Berlin - wir fangen in Berlin! - unser Korrespondent Andi mit netten Zeilen aus der Hauptstadt

Preussenbullen im Herbst, denn nicht nur die Blätter fallen, nein, auch gewichtige Karpfen lassen sich im Kescher nieder.

Herbstimpressionen Sonne, Wasser, Nebel und Nacht, hat zu Halloween diesen Spiegler gebracht!

Nass und böse kalt im Herbst und wir zu Besuch im Tierreich, oder wer besucht hier wen?

Es folgt der Jahresendspurt

Und zwar mit einigen sehenswerten Bildern von Karpfenfischen, Landschaften und gefiederten Vögeln.

Fabian liess es sich auch nicht nehmen, den Herbst mit einigen schönen Spiegelkarpfen zu beenden, während bei mir irgendwie öfter mal die Schuppenmonster beissen.

Ein verlassenes Hornissenheft klebte an diesem Baum und wir fragten uns, wie das Treiben hier noch vor wenigen Wochen aussah.

Dieses Gebilde ist ein Kunstwerk. Die Idee zum Aneinanderreihen der Bilder kam spontan und so werden wir das Ablichten noch einmal üben - vielleicht klappt es ja - irgendwann?!

So verstrich der Herbst und wir haben unseren letzten Fisch im Jahre 2008 längst an Land gezogen, motten das Tackle bis zum Jahresanfang ein und sagen: Closed Season!

Aber was wäre ein Update wirklich wert, ohne die abschliessende Frage zu stellen, wo doch der Schaum in aller Munde ist?

Übergeschäumt - wer?

Das einige Personen in regelmässigen Abständen überschäumen, darauf wollen wir nicht weiter eingehen, Schaumschläger halt!

Aber auch euch liebe Leute sei gesagt: Das Neue Jahr kommt bestimmt und mit ihm kommt auch wieder die grosse Zeit der guten Vorsätze.

Also, bitte diese auch tatsächlich in die Tat umsetzen!

Aber bitte die guten Vorsätze, nicht die Fische!


Wir wünschen allen unseren Besuchern vorerst eine besinnliche Vorweihnachtszeit!

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