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Kriebelt`s noch?

Das Jahr 2011 hat mittlerweile schon seinen Zenit überschritten,  Zeit genug um ein kleines Resümee zu ziehen. Der diesjährige pünktliche Frühlingsstart mit seinen milden, wenn nicht sogar sommerlichen Temperaturen war mehr als willkommen. Die Natur entfaltete ihre grüne Schönheit in rekordschnelle und vergessen war der harte Winter.

Die Hoffnung stieg mit jedem Grad Wassertemperatur konstant mit an, jedoch gab es meiner Meinung nach selten so ein verrücktes Jahr, wie das bisherige Jahr 2011. Manche Angler fingen so gut wie selten zu vor, aber auch einige andere erlebten das wohl schlechteste Jahr ihrer Anglerlaufbahn. Zu diesen Leuten muss ich mich dann auch zählen, unglaublich viele Blanknächte stehen in meinem Fangbuch niedergeschrieben, wenn denn mal ein Karpfenfisch den Weg in meinen Kescher gefunden hat, war es meist ein kleinerer Genosse seiner Art. Aber so ist das halt, Misserfolg sollte einen umso mehr anspornen und irgendwann ändert sich das Blatt und die Zeichen stehen wieder auf Erfolg - that´s carpfishing!

Die milden Temperaturen ließen nicht nur die Vegetation sprießen, sondern auch die nervigen Krabbelviecher aktiv werden! An einigen unserer Gewässer gibt es nun eine Zeckenplage, wie sie selten zuvor zu erleben war. Ein anderes Erlebnis machte ich mit ganz kleinen Fliegen, sie schafften es, mich für eine Woche außer Gefecht zu setzen. Man bezeichnet sie als Gnitzen, Kriebelfliegen oder Kriebelmücken, die meisten von euch werden schon Bekanntschaft mit ihnen gemacht haben, ohne zu wissen, von wem man gerade gebissen wurde. Schnell wird den einfachen Mücken die Schuld dafür in die Schuhe geschoben… Die Kriebelfliege ist nur 2-5mm lang, hat einen länglichen schwarzen oder grau- schwarz- gestreiften Körper und ist in den Abendstunden an milden, warmen Sommertagen aktiv. Mit ihren Kauwerkzeugen beißt sie Stücke aus der Haut um anschließend das Blut zu trinken, dieser Biss ist extrem schmerzhaft und juckt noch Tage später, die Verheilung geht sehr schleppend voran. Ihr Biss kann zu pseudo- allergischen Reaktionen, Blutvergiftung, starken Entzündungen und Fieber oder Borreliose führen.

Mich haben in den letzten Jahren diese Biester schon des Öfteren erwischt, vor allem am Kanal, aber es war nie wirkliche schlimm, bis auf einen milden Abend in diesem Jahr, als sie mich mehrmals in meine Knöchel bissen. Zwei Tage später waren meine Füße und die Gelenke so stark angeschwollen, dass ich aufgrund der starken Schmerzen kaum noch laufen konnte, das ganze wurde noch von starkem Fieber begleitet und ein Besuch beim Arzt war unumgänglichen. Nur mit Antibiotika konnte eine schnelle Besserung erreicht werden, wobei die Schmerzen an den Bisswunden zwei Wochen lang andauerten!

Weiteres wissenswertes über diese Fliegen findet ihr hier:   http://www.gesundheitsfrage.net/frage/wie-gefaehrlich-ist-die-kriebel-fliege

http://www.lagus.mv-regierung.de/land-mv/LAGuS_prod/LAGuS/Gesundheit/Infektionsschutz__Praevention/Publikationen/Allgemeine_Publikationen_-_fuer_Buerger/Kriebelmuecken.pdf

Nach all dem Malheur bin ich zumindest froh, noch keine der sagenumwobenen Eichenprozessionsspinner- Raupen gesichtet zu haben, aber freue mich schon tierisch auf die bevorstehende Zeit der Wespen und Pferdefliegen.

In diesem Sinne, auf einen schönen und erfolgreichen Restsommer

Fabian

Mike`s Meerforelle:

Gefangen habe ich den Fisch vor Kap Arkona. Wir waren mit dem Boot zum Trolling draußen.
Als wir die 40 m Kante erreicht hatten, ließ mein Kollege die Downrigger auf 50 Fuß runter und setzte einen Köder (Blinker) auf 40 und den anderen Köder auf 20 Fuß.


Als wir noch damit beschäftigt waren die anderen Ruten zu montieren und ins Wasser zu bringen, gab es einen Biss auf den 40 Fuß-Köder.
Auf Grund der sehr niedrigen Wassertemperaturen, machte der Fisch lediglich eine Flucht und konnte danach problemlos gekeschert werden.

Erst kriebelts und dann treibt auch noch der Osterhase tot in der Weser

Unvorstellbar nimmt die Welt Anteil am Tod des Osterhasens. Überall herrschte Fassungslosigkeit und man fragt sich, wie konnte das passieren? Wir wissen es nicht, also schnell weg vom grausamen Ort des Geschehens!

Und hinein in die Stille & Ruhe unserer Seenlandschaft! Am Ufer tauchen vereinzelt Brassen auf und suchen im trüben schlammigen Wasser ihre Nahrung. So kann man es nicht nur ansatzweise erahnen, dass hier der Einzelbankstick in seiner unnachahmlichen Art Fanggarantie ausstrahlt?

Wo trübes Wasser Nahrung bietet, ist Urvatter Cyprinus auch nicht weit und schwups hängt er am Haken. Ausselektiert zwischen all den zahlreichen dicken Bresen.

Eine flache, von Seerosen eroberte Bucht schien das ideale Revier für unsere Karpfenfreunde zu sein. Schier unersättlich rüsselten sie nach Schnecken, Larven, Würmern und dicken Boilies!

So verflog die erste Jahreshälfte wie im Fluge. Einige schöne Karpfen wanderten in den Kescher und irgendwann erzähl ich vielleicht noch die Geschichte des Graskarpfens, man war der lang?! Also schauen wir mal wieder am Fluss vorbei und dort entdecken wir:

Sven Brux mitsamt Brusthaartoupet...

und schwerem Wallergeschirr. Bereits beim Anblick dieser traumhaften Bilder werden Sehnsüchte geweckt. Irgendwo im Nirgendwo allein auf weiter Flur den Augenblick geniessend beim Angeln verweilen...Das kann ebenso gut unser Ollimolli und zwar ausgestattet mit modernster Technik und dem Besten, was der amerikanische Baits & Lures Markt so hergibt. Wen wundert es da, dass er zum absoluten Raubfischkiller mutiert, unser Olli?!

Abwechslung mit Martin...

und auf alle Fälle wissen wir jetzt auch, wie man eine Aalschlange fotografiert, hundertprozentig vor dem Räuchern. Jedoch nicht nur die Aale bissen, auch Störe, Spiegelkarpfen und Schuppenkarpfen - unglaublich? Mit Liebe, Glaube, Hoffnung im Herzen ist unsere Nachwuchshoffnung Dennis allzeit unterwegs und wie man sieht, recht erfolgreich.

Koan Titel...

...dafür kapitale Hechte. So lachte bei Markus wenigstens das Anglerherz und alle anderen über den grossen FC B.

Auf jeden Fall war es mal wieder so, dass viel geschah, erst kriebelts, jetzt kribbelts und dann geht`s los - schönen fängigen Restsommer noch!

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