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Weihnachten an der Cote d `Azur

Für viele ist die Weihnachtszeit etwas besonderes, für mich bleibt sie jedoch stets ein Graus. Ist sie doch ebenfalls der Beginn des Winters und das Ende des Jahres.

Draußen ist es ungemütlich und kalt, die Bäume sind kahl, doch vor allem sind die Karpfen, bei einstelligen Wassertemperaturen, alles andere als aktiv. So verspürte ich schon Ende November das erste Fernweh, welches von Tag zu Tag immer stärker wurde.

aus aller Herren Länder

Hal-Adas aus Ungarn

Eine schöne Session zum Jahresausklang, dass musste noch mal sein. War ich doch mit meinem Angeljahr 2007 alles andere als zufrieden. Außerdem fehlte mir im Herbst die Zeit, vernünftig angeln gehen zu können. So keimte in mir der unbändige Wunsch auf, noch einmal hinaus zu kommen.

Endlich wieder am Wasser zu sein, die Natur genießen, entspannen und dabei die Hoffnung noch den ein oder anderen Karpfen zu fangen. Ja, genau das brauchte ich! Aber eines war auch klar, ich wollte Sonne und angenehme Temperaturen, statt dieser Monolog- trüben- Tristesse in unserem Land.

Ich sehnte mich nach den immergrünen Wäldern im schönen Südfrankreich. „Wenn dann da!“, lautete die Devise und nach einem Angelpartner brauchte ich auch nicht lange suchen, denn es gibt nur einen, der genauso bekloppt und angelverrückt ist, wie ich und dieser jemand hört auf den Namen Marcel und sagte sofort zu.

Innerhalb kürzester Zeit war der Trip geplant, die besten Boilies abgerollt und am 16.12.07 saßen wir dann endlich in einem hoffnungslos überladenen VW. Für die nächsten 12 Stunden hieß es erstmal nur: Kilometer fressen!

Es war am Morgen um kurz vor Acht, als wir den Parkplatz an der Brücke erreichten. Endlich da, wir öffneten die Türen und kalte Luft strömte uns entgegen, begleitet von leisem Gezwitscher einiger Singvögel.

Spuren der Nacht

Nach der langen Fahrt wieder heiligen Boden unter den Füssen zu spüren, vertrieb die Müdigkeit auf einen Schlag. Es war noch bitterkalt, die Sonne hatte gerade erst die Bergkuppe erklommen und je mehr ihrer Strahlen die Erde trafen, um so mehr wich der Frost der Nacht beiseite, welcher noch alles in seiner Gewalt hielt.

Stefan & Emma genossen jede Sekunde

Der See lag still und friedlich vor uns, tausende kleiner Fische waren am Springen. Was für ein genialer Start in den Tag.

An der Brücke stand ein Camp und der Besitzer war auch schon wach, also nix wie hin und Infos holen.

Ein Deutscher, Stefan, super nett und freundlich berichtete er uns von seinem Trip, der an diesem Tag sein Ende nahm.

Mit seiner Hündin Emma, hatte er zwei Wochen am See verbracht und musste nun schweren Herzens die Heimreise antreten. 

Olav mit pfundiger Weihnachtsüberraschung

Nach Stunden waren wir dann soweit, die Boote waren beladen, das Abenteuer konnte beginnen- ab in den Nordarm! Zum Glück waren noch nicht soviele Angler am See, weshalb man bei den Plätzen noch reichlich Auswahl hatte und diesen Vorteil wollten wir nutzen.

Nach jeder zweiten Nacht wurde weitergewandert, vom Norden in den Westarm und Tage später wieder zurück in den Nordarm.



Nun suchte sich jeder einen Platz auf dem man es gut aushalten konnte, um mal etwas länger sitzen zu bleiben, immerhin ist Urlaub und es wurde mal Zeit zum Relaxen.

Wir genossen die sonnigen Tage und verfluchten die Nächte, welche uns mit eisigen Temperaturen quälten.



Jeden Morgen kamen die zahmen Rotkehlchen und Bachstelzen ins Zelt und nahmen am Frühstück teil, nur leider mochten sie keine Fotoapparate- Karpfen sind nicht so kamerascheu!

Nach Weihnachten rollten dann die Menschenmassen an und es wurde brutal voll am See.

Peter,Daniello,Joseph & Janusz

Ein Blick auf die Parkplätze zeigte, dass die Angler aus allen Ecken Europas anreisten, so waren vor allem Franzosen, Deutsche, Belgier, Holländer und Italiener am See, aber auch aus England, Ungarn, Tschechien  und der Schweiz waren sie angereist.

Wiedersehen mit Freunden

Wir lernten wieder nette Leute kennen und hatten viel Spaß, lediglich zwei Angler hätten mal besser Zuhause bleiben sollen.

Das Verhalten mancher Leute im Ausland ist einfach nur peinlich, aber wahrscheinlich sind diese dann auch nicht schlau genug, ihr Fehlverhalten  zu verstehen?

Wir genossen die letzten Tage und gerade da gab die Sonne noch einmal ihr bestes. Schweren Herzens ging es dann heimwärts, aber mit dem guten Gewissen, die Zeit sinnvoll genutzt zu haben. Hätte man doch mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens…

Wir wünschen allen Besuchern von Karpfen04.de ein frohes und hoffentlich auch erfolgreiches Jahr 2008!

Marcel & Fabian


Außerdem senden wir ganz liebe Grüße an:

- Stefan & Emma aus dem hohen Norden
- Bernd H. aus Düren
- Peter, Olav & Lano („der Killerhund“), sowie die anderen
   zwei netten Saarländer
- den Sonnenplatzbewohner Janusz
- Daniello from Italy
- Joseph und seine Crew aus der Schweiz
- Steini und sein Kollege (die richtigen Schwaben)

- und alle Daheimgebliebenen

Auf, auf nach Hause...leider

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