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So “stuppsten” wir die Fische im Drill immer an, wenn sie sich nicht von selbst verausgabten. Im Rhein haben wir diese Erfahrungen nicht gemacht. Dort verausgabten sich die Fische von selbst, waren aber nicht weniger empfindlich. Also, bei Grasern ist nach dem Fang Eile mit dem Knipsen geboten. Lieber auf ein Bild verzichten, als das Leben des Fisches zu riskieren! Auch niemals einen Graskarpfen einsacken! Mit 100 % Sicherheit das Todesurteil für den Fisch.
Den heissesten Drill erlebte ich nachmittags. Ein wahnsinns Graskarpfen der mir nach langem Drill unerwartet ausschlitzte. Das Wasser kochte vor unseren Füßen und der Fisch floh, ohne dass wir ihn anstuppsen mussten. Der Graser zog vor unseren Augen mit einer ungeheuerlichen Power und Ausdauer seine Bahnen und floh mit einer Dynamik, wie ich sie seitdem nie wieder erlebte. Diesen Drill haben wir mit einer Video Kamera aufgenommen, wie die anderen Graser Drills auch. Wer Interesse hat, kann gern mit mir Kontakt aufnehmen. Leider war ich in diesem Fall nur 2. Sieger und bei jedem Video-Abend kommen wir auf diesen Fisch zu sprechen....that`s Carping!
War es dazu noch der einzige Fisch, der verloren ging. Da diese Fische sich untereinander sehr ähneln und einer dem anderen fast gleicht, war die Anfangseuphorie recht schnell verflogen und wir widmeten uns wieder unseren Spieglern und Schuppis!
Mittlerweile planen wir aber einmal im Jahr ein Graser-Wochenende fest ein. Darauf freuen wir uns immer wie kleine Kinder, denn ist es immer noch ein faszinierendes Spektakel besonderer Art, einen Graskarpfen zu fangen. Und eines Tages erwische ich ihn.
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