|
karpfen04 |
||||||
|
news germany france europe team Schalke04 events links Impressum |
||||||
|
2011 - das Angeljahr im Rückblick |
||||||
|
Jetzt ist es wieder einmal fast vorbei, das Jahr, 365 Tage sausten vorüber wie im Flug. Schluss, Aus, Ende - Abfiff! Das Jahr 2011 ist in wenigen Momenten endgültig Geschichte, Historie. Was bleibt, sind wie immer beim Angeln, Momente, Augenblicke, kurze Augenblicke des Glückes und Triumphes oder gelegentlich auch Augenblicke der Trauer und Niedergeschlagenheit nach Misserfolg. Jedoch sind sie nicht von Dauer, weder die Einen, noch die Anderen, auch wenn diese Momente festgehalten sind in Wort und Bild. |
||||||
|
|
Es war ein strenger Winter 2010-11, mit wirklich tiefen Temperaturen, sehr kalten Tagen & Nächten, gefrorenen Seen und viel Schnee. Davon sind wir in 2011 weit entfernt, spart zumindest teures Heizöl, winterliche Atmosphäre jedoch hat auch seinen Reiz. |
|
|
Im Februar dann begann die grosse Schmelze und die Weser konnte die vielen, vielen Liter Wasser nicht verarbeiten und so sprach man im Weserland von einem 10 jährigen Hochwasser. Weite Teile der Landschaft waren unter den Fluten verborgen und es dauerte einige Zeit, bis sich die Lage beruhigte. |
|
|
Und ruckzuck stand der März vor der Tür. Bei schönem Wetter im März kann man es dann nach einem langen Winter kaum noch zu Hause aushalten und möchte die ersten Nächte fischen. Bei uns in der Region gibt es nur sehr wenige märztaugliche Gewässer und so bleiben Fänge meistens rar. Das spielt auch eher keine Rolle, denn zu gross ist die Sehnsucht, die ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen zu erhaschen und einfach die ersten Frühlingsboten begrüssen zu dürfen. |
|
|
Wird es dann April, steigen die Fangaussichten und überall blühte es wunderschön. Insbesondere diese alte Kastanie an der Weser hat es mir angetan, ein mächtiger Baum mit imponierender Schönheit. So schmeckt der Frühling. Um noch mal auf diese Bilder zurück zu kommen, ohne melancholisch zu erscheinen, waren das früher Zeiten, als man noch 5 Tage auf die Entwicklung des Filmes warten musste. Im Anschluss galt der 24 Stunden Service als state of the art, kaum zu glauben. Heutzutage wirklich nur noch schwer vorstellbar. Doch war das Abholen der Bilder immer mit einer gewissen Vorfreude behaftet und das Durchblättern der fertig entwickelten Bilder zelebrierte ich immer richtig nett bei Kaffee und Kuchen. So ändern sich die Zeiten. |
|
|
Ich glaube, es war das Jahr 1993, als ich meine erste Erfahrung mit dem Fang eines Koikarpfens machte. Damals im Bielefelder Obersee. Der Fisch war eine Legende, bis er dann irgendwann von irgendwelchen Vollidioten umgesetzt wurde. In der jüngsten Vergangenheit tauchten dann immer öfter mal wieder Koi Fänge auf und ich bin der Meinung, dass die einfach nicht in unsere heimischen Gewässer gehören. Irgendein trotteliger Gartenteichbesitzer bemerkt, dass die Biester nicht mehr so recht zu seiner Gartenpfütze passen, das Tümpelchen zu klein, der Fisch zu gross geworden, wer weiss es schon genau? Und genau diese Spezies ist es dann, die diese Fische in Teiche, Seen oder Flüsse umsiedelt. Gehören sie da hin, sind sie da heimisch? Wohl genauso wenig, wie Schildkröten in der Ems oder sonstwo in unseren Gewässern. |
|
|
Sicherlich war ich schon sehr erstaunt über diesen roten Graskarpfen, den ich da aus den trüben Fluten in den Kescher führte und auch die Freude war riesengross, denn noch nie in meiner langjährigen Anglerlaufbahn fing ich einen solchen Fisch. Jedoch bereits beim Keschern und Herausheben war deutlich bemerkbar, wie empfindlich diese Fische sind, extrem empfindlich, was das Schuppenkleid und die Flossen angeht. Ich tat diesen Fisch als einmaligen Fang ab und klar, es ist etwas sehr besonderes, einen solchen Graskarpfen zu fangen, auch wenn es irgendwie künstlich wirkt. Jedoch nach dem Motto, fängst du einmal einen, fängst du immer wieder einen, hing 2 Wochen später schon der nächste am Band?! Unglaublich, das war mir jetzt sehr suspekt, immerhin beangel ich dieses Gewässer seit einigen Jahren und nur ein einziger dieser Art war mir bekannt. Immerhin wog der zweite knapp 16 kg, ein Zwilling? Nein, ich bleibe trotz aller Freude bei meiner Meinung, wohingegen ich einen echten Albino, wie beispielsweise bei den Welsen natürlich davon ausnehme. Trotzdem verrückt! |
|
|
Und nach all diesen roten Socken sind wir bereits im Wonnemonat Mai. Dieser holde, für mich der schönste Frühlingsmonat! Das Hochwasser hinterliess seine Spuren, Kadaver hingen in den Weiden, die Wiesen knallegrün und bei angenehmen Temperaturen bereitete das Angeln viel Freude. |
|
|
Immer mal wieder kamen einige schöne Spiegelkarpfen ans Tageslicht und manchmal eben auch nicht, wie das eben so ist, beim Angeln! |
|
|
Die viel zu knappe Angelzeit erlaubte gelegentliche Einzelnächte, wovon mir diese mit dem Schuppi, wohl ewig in Erinnerung bleiben wird! Das war echtes Abenteuer, wie früher, damals, als man noch jung und unerschrocken übers Wasser gehen konnte, Wettervorhersagen beim Angeln hörte und alle anderen sowieso nur doof und neidisch waren. Aufgeregt und höchst penibel bereitete ich diese Geschichte vor und als dann noch morgens der Micron losheulte, ja, da war es um mich geschehen. Es spielte alles keine Rolle, es musste einfach sein, und? Wiederholung, weiter geht`s! |
|
|
Ist die Zeit ein knappes Gut, so stelle ich fest, wird alles viel akkurater vorbereitet, denn schliesslich soll jede Sitzung den bestmöglichen Erfolg bringen. So verstrich der Sommer mit viel Arbeit und wenig Angeln und trotz alledem fing ich im August meinen dicksten Spiegler des Jahres. Da freut man sich doch doppelt, wenn gute Vorbereitung auch belohnt wird. |
|
|
So vermag ich es gerade gar nicht glauben, mein Fotoordner September 2011 ist komplett leer, nicht ein Bild vorhanden. Unglaublich, einer der besten Monate des Jahres, ach ja, EMO in Hannover und so blieben die Ruten im Schrank. Zumindest gab es ja dann noch den Herbst, da kann man ja auch noch ein paar Fische erwischen. |
|
|
Und da gab es dann auch eine richtig anstrengende Sitzung, mit Hagel, starken Schauern, Windböen und Sonnenschein im Wechsel. Muss ich weiter ausholen? Nein, der Profi weiss, was für eine Stunde dann geschlagen hat. Wohl dem, der dann am Wasser an der richtigen Stelle hockt. Selbst schlechte Fertigboilies bringen dann Fisch. |
|
|
Und mit richtig guten Boilies, erlebt man zu solchen Zeitpunkten Sternstunden. Es biss einfach auf allen Ruten und nach einem nichtgeangelten September, genoss ich dann jeden Run, selbst schlaftrunken zu später Stunde bei Starkregen. |
|
|
Die Zeit rennt und bleibt nicht stehen, anhalten geht auch nicht, also nehmen die Dinge unaufhaltsam ihren Lauf, Fisch auf Fisch. Da glaubt man kaum, wie ergiebig so eine Ecke sein kann? |
|
|
Die Tage werden kürzer und kürzer und wie aus dem Nichts, steht der November vor der Tür. Uii, welch finsterer Monat. Ach dieser Monat trägt den Trauerflor - wie Erich Kästner einst dichtete. |
|
|
Diesig, dunstig und kein Lichtstrahl weit & breit, 16 Stunden Dunkelheit, wie hält man das so lange im düsteren Zelt wartend auf einen Karpfenfisch bloss aus? |
|
|
Wie ich finde, eine ganz besondere Herausforderung und eine Doppelnacht alleine käme für mich in heimischen Gewässern nur in Ausnahmefällen in Frage. Nichtsdestotrotz hat der November seinen Charme. Es wird deutlich ruhiger an den Gewässern, die Chance auf einen guten Fisch ist gross und diese Nebelsuppen Atmosphäre hat auch was. Ich gehe gerne im November fischen, nur diese Dunkelheit... |
|
|
Wie es dann immer so ist, steht Weihnachten vor der Tür und im Dezember waren dann wieder andere Sachen wichtig. Man kann ja schon wieder erkunden und Pläne für das neue Jahr, die neue Saison schmieden. Auf jeden Fall habe ich jetzt 2 Riecher, mal sehen, welcher sich beim Angeln als der bessere erweist! |
|||||
|
news | germany | france | europe | team | Schalke04 | events | links | Impressum |
|||||
|
|
|||||