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Spanien im Frühjahr - Hunting total! Erschöpft aber glücklich! |
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Wie konnten wir unsere letzten freien Tage im März besser nutzen als mit angeln?! |
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Das Karpfenangeln am Ebro scheint immer populärer zu werden. Viele Engländer beangelten die üblichen Stellen. Wie früher in Frankreich, sind die Briten auch in Spanien bereit, zu Höchstpreisen einmal ihren Personal Best zu fangen. |
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Dafür soll dann ein sogenannter Guide sorgen, der nicht nur dafür zuständig ist die Ruten rauszufahren und geignete Plätze zu lokalisieren, sondern auch im Sinne seines Veranstalters (oder für dessen Brieftasche...) dafür sorgen soll, dass Kontakt mit anderen Anglern vermieden wird. Wäre doch schade, wenn die englischen Angler erfahren, wie sie von ihren Landsleuten abgezogen werden. Nun gut, so viel zu unseren europäischen Angelkollegen. |
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Wir liessen unseren Fischriecher nicht zu Hause und schauten uns erstmal nach geeigneten Plätzen um. Die ersten 3 Tage verliefen recht unspektakulär mit zahlreichen kleineren Karpfen und immerhin einem Wels. Martin war froh, denn bekanntlich ist der 1. Fisch immer der schwierigste. Wir packten zusammen und erkundeten die Gegend, um uns einen neuen Platz zu suchen. Im Dunkeln nicht immer einfach und so guckten wir uns morgens fragend an: Wollen wir hier wirklich fischen? Irgendwie waren wir beide recht unschlüssig, fuhren den Flusslauf hoch und runter und waren etwas unsicher, doch beendete ich das Zögern mit dem Auspacken der Ruten. Es sollte losgehen, und wie! Bereits nach 30 Minuten der erste Run an der neuen Stelle. |
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Wir hatten uns noch nicht ganz gesammelt, da schoß die gleiche Rute erneut ab. Schnell setzte ich den Anschlag und schon wieder verneigte sich die Rute. Ein weiterer schöner Schuppenkarpfen verschwand im Kescher. Was für ein Auftakt in einen Abend, der doch gerade erst begonnen hat! |
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Die Aktivitäten unserer schleimigen Giganten beschränkten sich auf die Abendstunden und so hatte ich das Glück an diesem Abend meinen ersten Waller 2005 zu fangen. Wir konnten es kaum fassen! Nur eine Stunde später der 2. Abzug und auch diesen Waller konnte Martin nach heftigem Drill sicher greifen. Nun war Martin an der Reihe und ein weiterer Wels gab sich geschlagen. |
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So langsam dämmerte es, ein neuer Tag brach an, leichte Nebelschwaden zogen über das Wasser und richtig wach wurde ich erst, als Martins Pieper mit Dauerton diese Idylle beendete. So fing dieser Morgen an, wie der Abend endete. Martin präsentierte einen schönen Schuppenkarpfen und liess 20 Minuten später den 2. folgen! Was für ein Auftakt in einen wunderschönen Tag. Ich kam nach diesem aufregenden Abend nur schwer in Gang. |
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Es war eine irre Puckelei und anschliessend gab es nur noch den direkten Weg auf die Liege, um sich von den Strapazen zu erholen. Fix und fertig krochen wir durch den Tag und waren froh, dass wir bis abends einfach nur vor uns hin dösen konnten. Auf eines jedenfall war Verlass und das war unser 21 Uhr Run! Martins Pod vibrierte, bevor der Wels in einer sagenhaften Flucht abschoss. Konzentriert drillte Martin diesen Fisch und nach 20 Minuten kam er in Ufernähe. |
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Auch des Nachts war der Schlaf nicht wirklich ergiebig, Martin erzählte mir von Euro-Tackle und so wusste ich, dass er sich auch im Traum mit Angeln beschäftigt...Obwohl wir tagsüber viel probierten und tief in die Trickkiste griffen, piepte es, ausgenommen von wenigen Fischen, nicht zu unserer Zufriedenheit ab. Gelegentlich zeigten sich einige Karpfen und sprangen gewaltig aus dem Wasser, doch an Nahrungsaufnahme dachten sie so richtig nicht. |
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Er packte dann auch kurzerhand ein und verschwand. Kurz vor Sperrstunde konnten wir Martins 2. Wels sicher landen. So sanken wir erschöpft aber glücklich ins Reich der Träume. Die Nacht war kurz, sehr kurz. Irgendwie fühlte ich mich völlig ausgepowert, Martin lag friedlich schlafend neben mir, ein kurzes Rütteln, doch er schnarchte weiter. Der Fluß war schon wach, es klatschte und ballerte, ein Wahnsinn! Ich kochte mir einen Kaffee, stellte das Pod auf und legte die Fallen aus. Die Stille geniessend sass ich auf einem Felsen, trank lecker frisch aufgebrühten Kaffee und sah dem munteren Treiben im Wasser gebannt zu. Mein linker Delkim war es, der so schön blau anfing zu leuchten und dazu dieser unnachahmbare Delkim-Dauerton - Abzug! |
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Wir ruhten uns den ganzen Tag über aus, sammelten Kraft, Kraft, die wir, zu diesem Zeitpunkt natürlich noch unwissend, auch bitter brauchten, denn der letzte Abend brach an. Bei vielen Trips beschwor ich oft die letzte Nacht, doch nicht wirklich passierte irgendetwas spektakuläres. Wir gönnten uns mittags spanischen Schinken und genossen den herrlichen Sonnenschein. Einfach mal die Seele baumeln lassen und nichts tun, erholen von den zurückliegenden Strapazen. Wir blickten zurück auf die vergangene Woche und einstimmig hiess es: |
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Ich zitterte am ganzen Körper...50 Minuten Drill hinterliessen Spuren, doch er ist besiegt! Wir kochten erstmal Kaffee und konnten es nicht fassen. Das Karpfengeschirr hielt dieser brachialen Gewalt stand. Nichts ging mehr, ich hatte keine Kraft mehr, fühlte mich ausgepowert, die Arme schmerzten. Kurz vor Mitternacht, die letzte Chance, Martins Wallerrute schoss ab! Auch diesen Wels landeten wir sicher. Wir können nicht mehr, völlig erschöpft aber glücklich und gespannt auf den Morgen schliefen wir ein. Unser letzter Morgen brach an, gegen 11 Uhr wollten wir abfahren, zurück nach Stukenbrock. |
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