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Der Partysee

Ein schöner See mit einer riesigen, sichtbaren Sandbank weckte im Sommer 1994 mein Interesse. Meine damalige Freundin wohnte nur 5 Minuten von diesem schönen See entfernt und so bot es sich einfach an, diesen zu befischen. Eine große Sandbank, für jeden sofort sichtbar war  1.Wahl. Doch nach einer gründlichen Echolottour kamen noch andere Spots zum Vorschein, die einfach erfolgsversprechender schienen.

Da dieser See inmitten eines Wohnviertels lag, war hier reger Spaziergängerverkehr. Auch zog ein riesiger Sandstrand des Nachts viele junge Leute an, die dann mit wahnsinns Ghetto-Blastern für Party-Stimmung sorgten. Nachts zu schlafen war nicht wirklich möglich. Trotz allem fischte ich einige Nächte und fing auch einige sehr schöne Spiegelkarpfen.

Den schönen Spiegler Bild oben, fing ich in einer meiner 1.Sitzungen.

Nach ca. 4 Wochen ging er an gleicher Stelle erneut an den Haken, Gewichtszunahme 1,50 kg. Nicht schlecht für einen kleinen See aber auch nicht verwunderlich, da er ein reichhaltiges Nahrungsangebot vornehmlich aus Krebsen und Muscheln bietet. Da ich mittlerweile etwas genervt war von den vielen Spaziergängern und ihren Hunden, machte ich mich daran eine neue etwas ruhigere Stelle zu suchen.

Bedingt durch den Umzug, stand das Auto nicht mehr in Sichtnähe. Bei einem Anfütterungstag nutzten irgendwelche Verwahrlosten die 15 Minuten Abwesenheit und brachen das Auto auf. Eine teure Sonnenbrille, sowie eine Schachtel Zigaretten konnte ich ausbuchen. Bedingt durch diesen Vorfall, hatte ich des Nachts nie richtig Ruhe.

Einer meiner Paderborner Angelfreunde, der Nachts vom Auto aus fischte entdeckte morgens 2 Lakaien, einer näherte sich seinem Auto, der andere seinem Rod-Pod. Es kam zu einer wüsten Schlägerei, wobei der eine die Cobra auf seinem Schädel spürte, der andere nach einer Ladung Gas im Gesicht blind umhertaumelte.

Nachdem Anwohner, durch die morgendlichen Schüsse, in ihrer Ruhe gestört die Polizei riefen, wurden die Personalien der beiden Experten sichergestellt. Frecherweise erstatteten sie auch noch Anzeige wegen Körperverletzung. Gut, daß mein Kollege einen guten Anwalt hatte.

Das ich an diesem See ausschließlich alleine angelte, begreife ich heute auch nicht mehr. Trotz aller Unruhe dort, fing ich noch einige schöne Fische. Die meisten Bisse erfolgten Nachts oder in den frühen Morgenstunden.  Durch den Stellenwechsel gab es noch einen Wiederfang und so kam die Zeit Abschied zu nehmen. Einen Riesen hatte ich nicht gefangen. Doch bin ich fest davon überzeugt, daß dieser See bestimmt eine sehr schwere Überraschung bereit hält.

Da mich aber nicht nur die ständige Gefahr, sondern auch der viele Rummel und die nächtlichen Parties einfach nur noch annervten, suchte ich eine neue Herausforderung.

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