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Immer wieder reizvoll

Diesen nicht nur optisch traumhaften See steuer ich jedesmal an, wenn ich, aus welchen Gründen auch immer nur eine Nacht angeln möchte. 

Es wird Zeit, daß ich  dieses Top Gewässer einmal mit aller Konsequenz befische. Doch nervt ein dauernd anwesender Kontrolleur, im Sommer Scharen von Badegästen  und so ist es leider nie so recht dazu gekommen, daß ich das Gewässer einmal richtig ausdauernd beangel.

Und so ist es nicht verwunderlich, daß sich dieses “nur” sporadische Fischen auch in den Fängen wiederspiegelt. Obwohl dieser See nicht nur optisch, sondern mit Sicherheit auch von der Fischgröße eines unserer besten lokalen Gewässer ist. Jedes Jahr auf`s Neue nehme ich mir fest vor, intensiv und gezielt dort zu fischen. Doch spätestens, wenn der gleiche Kontrolleur das 3. mal nach Papieren fragt, es langsam Sommer wird und hunderte Badeleute den See bevölkern, vergeht mir die Lust.

Verwunderlich auch, daß es am Besten bei Schönwetter lief. So konnten wir die meisten Fische bei strahlendem Sonnenschein und absoluter Windstille fangen, schon komisch!

2 Stellen haben es mir besonders angetan und die Frühjahrsstelle hat sich für April Mai mittlerweile als mein Lieblingsplatz etabliert. Es handelt sich um eine kleine Bucht an einer Insel die ca. 110 m entfernt ist. Knackpunkt ist, dass man über eine in der Wassertiefe schwankende Sandbank muß. Je nach Wasserstand ist die Bank zwischen 50-90 cm tief. Im Sommer kann teilweise diese Stelle nicht mehr befischt werden, da in manchen Sommern die Bank nur noch 10 cm Tiefe hatte.

Im Klartext heißt das also, über die Bank in die Bucht! Gefahr Nr.1: Ist man nicht blitzschnell an der Rute, ist der Fisch weg! Gefahr Nr.2: Druck ausüben, Bremse zu und den Fisch über die Bank- mit aller Gewalt. Ein beeindruckendes Schauspiel, wenn der Karpfen in 100 m Entfernung an die Oberfläche kommt und über die Bank dirigiert wird!

Leider stellte sich mancher Drop-Back anschließend als Tauchhuhn heraus. Diese Hühner sind  immer zur Stelle, sobald irgendwo Futter zu Wasser gelassen wird. Meistens paddeln sie aber nach dem Abhaken zurück in die Freiheit. Sobald ein Schwarm im Anmarsch ist, hoffen wir, daß es nicht unseren Hookbait erwischt.

Dem Mönchen gefiel dieser See auch recht gut und so war sie, wann immer sie Lust & Zeit hatte mit dabei und studierte ihre Bücher, vornehmlich Rechnungswesen.

Ein weiteres Plus, dass die Fische bei schönem Wetter zu jeder Tag & Nachtzeit  aktiv waren und man immer mit einem Dauerton rechnen konnte.

Teilweise konnte man die Karpfen auch in flachen Buchten beobachten oder sie zogen an der Oberfläche ihre Bahnen. Absolut beeindruckend auch die schweren “Klatscher” des Nachts.

Viele Fische konne ich an dieser schönen Stelle fangen und immer wieder war es beeindruckend, den Fisch über die Bank zu dirigieren.

Je wärmer es wurde, so ab Ende Mai, krautete die Bucht leider so stark zu, daß ein gezieltes Angeln fast nicht mehr möglich war. Nun gab es aber zahlreiche Alternativen, doch befischte ich fast ausschließlich meine 2. Lieblingsstelle an diesem See.

Ein weiterer sehr fangträchtiger Platz, der auch optisch zu überzeugen wusste. 

Auch diese Stelle zeichnete sich durch eine sehr große Sandbank aus. Diese liegt jedoch in unmittelbarer Wurfweite. Alternativ besteht die Möglichkeit eine Rute an der Insel zu platzieren. Auch von diesem Platz aus, konnten wir einige Fische fangen, doch ein ganz großer blieb uns verwehrt.

Genau das ist es, daß wir mit diesem See irgendwie noch nicht richtig abgeschlossen haben.

Viele andere Gewässer reizen mich, trotz guter Erfolge, einfach nicht mehr.

Doch diesen See haben wir weder ausgereizt, noch überreizt und so ist es in etwa so, als ob noch eine Rechnung offen ist.

Ganz sicher, dass wir unseren richtigen Kracher dort noch fangen werden. Irgendwann werden wir diesen See richtig intensiv nach allen Regeln der Kunst befischen und dann werden wir unser Ziel  auch erreichen. Kai, der  diesen See bereits intensiver befischte, konnte einige schöne Fische fangen. Das Durchschnittsgewicht war klasse, doch blieb auch ihm ein richtiger Kracher verwehrt.

So denke ich, dass wir gemeinsam noch einmal konsequent unsere Fallen dort auslegen werden.

Sobald wir unseren Fisch dort gefangen haben, werden wir auch mit diesem See “im Reinen” sein. Bisher blieb es beim Spekulieren über das ungeahnte Potenzial, was uns dieser See bisher   vorenthalten hat.

Doch werden wir sehen, wie sich das entwickelt. Und schließlich ist es auch entscheidend, daß man die Idylle, die Friedfertigkeit und Ruhe am Wasser auch einfach mal nur geniessen kann...

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