karpfen.04

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1998   Lac du Salagou

Nur wenige Kilometer südlich von Lodève, nahe Montpellier, liegt der 750 ha große Stausee Lac du Salagou. Ursprünglich beherbergte das Tal das Dorf Salagou. Da die Franzosen nicht zimperlich sind und die Bewässerung der Weinberge sowie die Trinkwasserversorgung sichergestellt werden mußte,staute man den Fluss Lergues und überflutete das Tal.Das Dorf ist nicht komplett unter dem Wasserspiegel versunken, so daß die Geisterstadt zeitweise als Kulisse der Filmbranche dient.

Simone & ich nutzten die freien Tage im April 1998 um am Salagou ein paar herliche Tage zu verbringen. Nach ca. 12 Std.Anfahrt erreichten wir den See. Sofort zog uns der Salagou in seinen Bann. Sein Charme und die wilde Romantik begeisterten uns. Wir setzten mit 2 Booten zu unserer Angelstelle über. Eine traumhafte Bucht. Schnell wurde das Camp errichtet, Angelstellen gesucht und die Fallen ausgelegt!

Unser Traumhafter Angelplatz am Salagou

Nach einem zünftigen Mahl erholten wir uns bei herlichem Sonnenschein von den Reisestrapazen. Die 1. Nacht passierte nichts, so daß wir frohen Mutes und ausgeruht morgens beim Frühstück den 1. Dauerton hörten. Schnell sprang ich zum Rod Pod und konnte nach heftigem Drill einen schönen Schuppmann landen. Tief beeindruckt von der Kampfkraft des Fisches, philosophierten wir darüber, wie es wohl wäre wenn.

Der  1. Salagou Schuppmann

Wir genossen das tolle Wetter und Mönchen widmete sich ganz ihren Büchern. Sie las & las & las. Der 1. Tag verstrich ohne weitere nennenswerte Höhepunkte und wir waren guter Dinge, daß in der Nacht noch was passiert. Leider passierte nichts und wir waren wieder mit einem leckeren Frühstück beschäftigt als sich ein Delkim mit Dauerton meldete.

Nur der S04 !!!

Diesen Fisch drillte ich sicherheitshalber vom Boot. Auch dieser Schuppmann wehrte sich heftig, trotzdem verschwand er nach 10 Minuten im Kescher. Nach kurzem Foto-Shooting entschwand er wieder in den unendlichen Tiefen des Sees.

Wir widmeten uns wieder unserem Frühstück und brühten noch einmal frischen Kaffee auf. Der Tag verstrich und gegen Abend erschracken wir, als riesige Flugzeuge mit lautem Motorengeräusch über unsere Köpfe hinweg flogen und in der Mitte des Sees landeten. Nach kurzem Auftankmanöver starteten sie wieder durch und versprühten das aufgenommene Wasser. Diese Manöver wiederholten sich und waren ein beeindruckendes Spektakel.

Die Nächte verstrichen ohne Fischaktivitäten. Tagsüber waren die Fische aktiv und wir konnten noch einige schöne Schuppis überlisten. Mönchen konnte sich mittlerweile auch mit den Fischen anfreunden und war mir Begeisterung dabei.
Da wir nur am Tage fingen konnten wir nachts durchschlafen und waren morgens fit und faulenzten durch den Tag. Unser täglicher Dauerton kam meistens während oder nach dem Frühstück.

Nur an einem Tag erlebten wir den Salagou aufbrausend. Da wir unser Camp gut absicherten blieb alles an seiner Stelle.

Insgesamt betrachtet hatten wir eine sehr schöne Zeit am Salagou.

Wir fingen tolle Schuppis, die sich durch enorme Kampfkraft auszeichneten. Mit dem Wetter hatten wir Glück.

Jederzeit wieder würden wir den Salagou besuchen. Mittlerweile vielleicht eines der wenigen Angelparadiese in Frankreich?

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