karpfen.04

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1999 Lac du Der Chantecoq im Frühjahr

Endlich war es wieder soweit, meine schulischen Verpflichtungen waren soweit erledigt und endlich ging es  nach Frankreich an den Lac du Der. Das erste mal im Frühjahr. Wir waren schon erstaunt, dass durch den Vollstau des See`s völlig andere Bedingungen herschten. Ein reizvoller Platz war schnell gefunden, doch war er noch vollends überflutet und so bauten Mönchen und ich am Ufer nur halbwegs trocken auf. Das Ufer glich eher einem Feuchtbiotop für Frösche, als einem Angelplatz.

Obwohl ich beim Rutenablegen durch einen halben Unterwasserurwald rudern musste, hatte diese Stelle durchaus seinen Reiz. Das Pod stand ca. 10 m im Wasser, damit noch ein halbwegs akzeptabler Winkel der Schnüre erreicht wurde und ich die Schneise zum See nutzen konnte. Gut auch, dass sich viele Fische in diesem Unterwasserdschungel aufhielten und ich gleich 2 Ruten kurz platzierte. Noch besser, das gleich die erste Nacht den ersehnten 1. Fisch und zwar auf meine kurze Dschungelrute brachte.

Natürlich ist es etwas chaotisch, des Nachts durchs Wasser zu waten, um zur piependen Rute zu gelangen, doch klappte es beim ersten Run, trotz der enorm vielen Hindernisse, vom Boot aus recht gut. Der 2. Tag begann mit einem Fauxpas, wie er einem wohl im Leben nur einmal passiert. Beim Rausfahren der weiten Rute beachtete ich dummerweise nicht, wie sich die Schnurfüllung langsam dem Ende näherte. Der gute Knoten an der Rollenspule hielt und so verabschiedete sich meine Rute auf den Grund des Lac du Der`s. Oh nein, irgendwie hatte ich die Distanz wohl unterschätzt.

Das Echolot zeigte 4 m Tiefe und nun war für mich wasserscheuen Angler doch guter Rat teuer. Mönchen übernahm die ersten Tauchversuche, doch leider war die Sicht nicht ausreichend und so kam sie jedesmal ohne die Rute an die Wasseroberfläche. Glücklicherweise hatte sich Olli, der in einer anderen Nachtangelzone fischte mit seinen Nachbarn recht gut angefreundet und diese Truppe, alles waschechte Püttrologen aus Duisburg, erwiesen sich als echte Männer der Tat.

Allen voran Marc, der sich nicht nur durch sein grosses Mundwerk auszeichnete, sondern bereits beim 2. Tauchgang die Rute an die Wasseroberfläche beförderte. Da Olli mit dem Gedanken spielte abzureisen, beschlossen wir, dass ich schweren Herzens mein Sumpfbiotop verlasse, um mit den “Zebras” GEmeinsam weiter zu angeln. Meine letzte Nacht am Biotop brachte dann noch einen Fisch und anschliessend rödelten wir ab und zogen um. Die Stellen waren gut gefüttert und zum 1. mal erlebten wir, dass Fische bei ablandigem Wind am eigenen Ufer topten.  Mein Schulkollege aus Hessen traf ein und so waren es schöne Abende mit Mönchen, Michael, Marc, Michael D. und Obelix.

Als auch noch ein mir bekanntes Gesicht, ebenfalls aus Duisburg auftauchte, war die Runde perfekt. Andreas reiste mit seinem Sohnemann an. Ich hatte ihn 1997 am Der flüchtig kennengelernt und so war die ganze Duisburger Hafenmeute komplett angetreten. Es war schon recht amüsant, als Aussenstehender, den Gesprächen zu lauschen. Wie es eben überall so ist, ging es letztendlich um Fische, Stellen und Weiber.

Die Zeit verflog und insgesamt hatten wir alle viel Spass, nette Diskussionen geführt und regelmässig Fische gefangen. Marc, Michael und Obelix reisten ab, nahmen das Mönchen mit, die sich noch für ihre Klausur vorbereiten wollte und so blieben Andreas, sein Sohnemann und ich allein zurück.

       Michael                    Ulli                                  Marc

Der Grosswildjäger

Das “Mönchen”

Die Abende wurden etwas ruhiger, doch die Fische hielten uns in Aktion, wir fingen sowohl tagsüber, als auch nachts. Leider hat auch der fängigste Trip einmal ein Ende und so kam der Zeitpunkt der Abreise immer näher. Mit Marc hatte ich anschliessend noch ein sehr schönes Wochenende in Duisburg. Andreas nahm mich zum Fischen an den Duisburger Hafen mit und wir haben einige Nächte dort zusammen erfolgreich gefischt. Mittlerweile ist auch er Schalker, zumindest Sympathiesant!


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