Besucher über google laden durch klick auf das Banner Navigation und Frameset nach!

     Saisonrückblick FC Schalke 04 Saison 1983/84

Als neuer Trainer für die Saison wurde Diethelm Ferner verpflichtet. Ein ruhiger Vertreter seiner Zunft, dem es gelang, die Neuverpflichtungen und das bestehende GEfüge zu einer Einheit zu formen. Vom VFB Stuttgart wurde “Boxer” Klaus Täuber geholt, ein wuchtiger Stürmer mit Durchsetzungsvermögen. Bernd Dierssen sollte die Spielmacherrolle übernehmen, vom VFL Bochum kam der Abwehrrecke Jakobs. Vom STV Horst Emscher wurde ein junger Mann geholt, der erst ein Jahr später seinen 1. Profivertrag bekam: Olaf Thon! Anhand des Jakobs Transfer wurde die dünne Finanzdecke am Schalker Markt deutlich. Ähnlich dem Homburger “Ommer-Modell” finanzierten externe GEschäftsleute den Kauf des Profis, der Verein trägt die laufenden Kosten, bei Wiederverkauf soll sich die Investition in Form einer höheren Ablöse rechnen. Spekulation am menschlichen Objekt, nicht unbedingt geschmackvoll?! Die Einkäufe untermauerten die Zielvorstellung: Direkter Wiederaufstieg in die Bundesliga!

Boxer Klaus Täuber, der immer alles für Schalke gab!

Los ging es am 6. August gegen Charlottenburg vor nur 10.000 Zuschauern im Parkstadion. S04 tat sich lange schwer, ehe es nach 2 Elfmetern in der 65. und 67. Minute Jochen Abel gelang, die Blauen vor einem Fehlstart zu bewahren. Den Schlußpunkt setzte Boxer Täuber zum 3:0 Endstand. Auswärts trennte man sich eine Woche später am 10. August torlos gegen die Stuttgarter Kickers vor 8.000 Zuschauern im Degerloch.

Das Heimspiel gegen BV Lüttringhausen gewann S04 souverän mit 2:0 vor 12.000 Zuschauern, ehe es zum Derby gegen RWO kam. In einem klasse Spiel trennten sich die Nachbarn vor 22.000 Zuschauern 3:3. Clute-Simon erzielte den Ausgleich 8 Minuten vor Ende.

Saarbrücken entführte vor mageren 12.000 Zuschauern eine Woche später einen Punkt aus Gelsenkirchen 1:1. In Kassel gewannen die Blauen durch Tore von Drexler und Abel 2:0. Auch in Darmstadt gelang ein 2:0 Auswärtssieg. Den SSV Ulm schickte man mit 3:0 nach Hause und immerhin waren wieder etwas mehr Fans anwesend: 14.500! Schalke 04 war auf Kurs, verlor dann aber das erste Saisonspiel am 17. September in Solingen deutlich mit 0:4. Mit 3 Siegen in Folge machte die Mannschaft die Niederlage wett: 3:1 gegen Osnabrück, 3:2 Sieg in Berlin gegen Hertha und 5:1 im Parkstadion gegen Hannover 96 vor immerhin schon 16.000 Zuschauern. In der Wedau entführte die Mannschaft einen Punkt 1:1 vor 32.000 Zuschauern gegen den MSV. Auswärts zog der Name Schalke 04, ausverkaufte Stadien überall, nur die Liebe der eigenen Fans, schien deutlich abgekühlt. Nur 14.000 erlebten im Parkstadion die Gala gegen den SC Freiburg, der Mitaufstiegskandidat kam als Tabellensiebter nach Gelsenkirchen. Wahren das noch Zeiten: 6:0 schickte man die Truppe zurück in den Breisgau! Schalke spielte sich in einen wahren Rausch, die Tor-Fabrik arbeitete auf Hochtouren.

Eine Woche später verlor man beim KSC im Wildpark zwar 3:2 vor 32.000 Zuschauern, doch anschliessend wurde der Nachbar aus Wattenscheid mit 5:2 deklassiert. Abermals vor der enttäuschenden Kulisse von nur 18.000 Fans. Nach einem 2:1 Auswärtssieg am Aachener Tivoli gegen die Alemannia, wiederraum ein Fußballfest im Parkstadion: Mit 6:2 prügelte man die Fortuna aus Köln zurück an den Rhein! Zuschauer: 18.000! Olaf Thon erzielte an der Hafenstrasse in Essen in der 6. Minute das 1:0, ehe Wegmann in der 73. Minute ausglich. Es blieb beim Unentschieden. Erfreulich auch die Ergebnisse im DFB-Pokal. Schalke schlug Fortuna Düsseldorf in Runde 1 3:0, gewann in Charlottenburg 3:0, schlug den KSC im Parkstadion mit 2:1 und setzte sich im Viertelfinale in 2 Spielen gegen die alte Dame Hertha durch. 3:3 n.V. in Berlin, 2:0 zu Hause. Schalke 04 war auf dem richtigen Weg, mit einer Mannschaft, die die richtige Mischung aus jungen und gestandenen Profis zu haben schien. Zu Weihnachten war meine Freude besonders groß, meine Eltern hatten sich die Mühe gemacht und schenkten mir mein 2. Schalke Trikot! Damals war es sehr schwierig ein solches zu bekommen. Das Original Paddocks Trikot von adidas. Natürlich trug ich es bei jedem Fußballtraining! Heute passt es noch meiner Freundin und bei besonderen Auswärtsspielen gelingt es mir jedesmal, sie zu überzeugen, dass es an ihrem Körper besonders schön aussieht!

Am 2. Mai 1984 kommt es im Parkstadion zum Gipfeltreffen 2. gegen 1. Liga: Schalke-Bayern. Es geht als Jahrhunderspiel vor 71000 Zuschauern im Parkstadion in die Geschichte ein! Bereits nach 12 Minuten führen die favorisierten Münchener mit 2:0 und alles scheint fahrplanmässig zu laufen.

Thomas Kruse und Olaf Thon erzielen den Ausgleich, doch nach 20 Minuten liegen die Münchner durch Rummenigge wieder in Führung. 2:3 zur Halbzeit. 60.Minute Ausgleich durch Thon und 10 Minuten später geht Königsblau im kollektiven Jubel unter. Stichler erzielte das 4:3 und Schalke steht als Zweitligist mit einem Bein im Finale! Doch wieder war es Rummenigge, der in der 80. Minute die Verlängerung erzwingt. Die erste Halbzeit der Verlängerung plätschert dahin, ehe der eingewechstelte Dieter Hoeness nach Junghans Fehler zum 4:5 trifft. Der alte Kämpfer Bernhard Dietz gleicht aus, ehe 2 Minuten vor dem Ende wieder Dieter Hoeness zum 5:6 trifft. Alles schien vorbei doch Olaf Thon gelang sein drittes Tor zum last-minute-Ausgleich 6:6! 120 Minuten ein Wechselbad der Gefühle in Blau und Weiss, unglaublich, genau dieses Schalke lieben die Fans! Auch wenn das Wiederholungsspiel in München mit 2:3 verloren ging. 8:0 Punkte aus den letzten Ligaspielen war es vollbracht, Schalke 04 stieg wieder auf. Im letzten Heimspiel die Feierorgie gegen den ungeliebten Nachbarn RWE. Mit 5:0 schickte man die Essener in Liga 3. Essen legte Protest ein, wegen randalierender, feiernder Schalke Fans, das Spiel wurde wiederholt und Essen verlor nur noch 2:3 und stieg dennoch ab. In Gelsenkirchen hingegen kannte der Jubel keine Grenzen!

1.

Karlsruher SC

57:19

94:45

2.

Schalke 04

55:21

95:45

3.

MSV Duisburg

50:26

69:41

4.

Hessen Kassel

48:28

68:39

5.

Union Solingen

44:32

70:54

6.

Alemania Aachen

44:32

49:43

7.

SC Freiburg

43:33

50:49

8.

Stuttgarter Kickers

39:37

54:52

9.

Fortuna Köln

38:38

66:65

10.

1.FC Saarbrücken

38:38

61:69

11.

Hertha BSC Berlin

37:39

64:57

12.

Darmstadt 98

35:41

48:72

13.

SSV Ulm

32:44

58:69

14.

Hannover 96

32:44

54:69

15.

SG Wattenscheid 09

32:44

58:74

16.

Rot Weiss Oberhausen

31:45

51:62

17.

Rot Weiss Essen

29:47

48:63

18.

Charlottenburg

29:47

49:68

19.

VFL Osnabrück

29:47

46:66

20.

Lüttringhausen

18:58

36:87

längste Glückwunschkarte der Welt