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Spinnangeln mit Martin

Da ich von Ulli immer gerne als Allrounder betitelt werde, gebe ich nun einen kleinen Einblick in meine Welt des leichten Spinnangelns. Da, wie mittlerweile in allen Bereichen des spezialisierten Angelns, das Angebot an Tackle unüberblicklich scheint, beschränke ich diese Zeilen auf bewährte Komponenten, mit denen man mit etwas Geduld und Ausdauer, nebenbei oder auch mal bei einer Tagestour jederzeit erfolgreich Spinnfischen kann.

Es fängt an mit einer Rute, welche nun bereits seid knapp 18 Monaten bei mir zum Einsatz kommt: Die Shimano Antares AX 300 H in 20-50 gr. Wurfgewicht. Das H steht für “heavy” und die Rute hat eine straffe Aktion, ist schön schnell und eher hart. Für meine Zwecke genau das richtige, da ich zu 90% mit Gummifisch angel. Im Fluss auf Zander, ebenso in Seen auf Hecht. Benutze ich dann einen Wobbler, lässt sich dieser noch gut und auch sehr zielgenau werfen. Gummifische lassen sich aus dem Handgelenk sehr gut führen und die Länge mit 3 Meter ist der Kompromiss für einen Allrounder. Drills machen mit der Rute mächtig Spass, gerade Hechte, die ja häufig einen abrupten Richtungswechsel einschlagen. Hier zeigt sich dann die Stärke einer durchgehenden Aktion und diese bereitet bei kapitaleren Fischen mächtig Freude, krumme Rute halt und genau das ist es doch, was ein Angler braucht!

Als Rolle fische ich die Red Arc 10400 von Spro. Mit ihrer Übersetzung von 5,2:1 verliere ich nie den Kontakt zum Gummifisch, wenn ich ihn über Grund springen lasse. Das ist ja das wichtigste beim Angeln mit Gummifisch, den Kontakt zum Köder nie zu verlieren.

Sonst bekommt man die kleinen Zupfer erst gar nicht mit und kann sie auch nicht verwerten. Mit 9+1 Kugellager läuft sie schön ruhig und auch die Bremse arbeitet zuverlässig. Ist zwar keine Shimano Twin Power, kostet dafür aber auch nur die Hälfte.

Bespult ist meine kleine Rote mit 0,14 er Spider Wire. Die hält 10,20 kg und ist für mich völlig ausreichend, wenn nicht gerade ein Walli einsteigt. Sie ist rund geflochten, lässt sich super werfen und vom Abrieb her auch klasse. Ich habe schon so einige geflochtene Schnüre getestet, bin aber auf der Spider Wire hängengeblieben.

Werkzeuge für den Spinnangler:

Vorfach & Klemmhülsen

praktisch zum Umhängen

wichtig: Vielfältige Farbauswahl

So und nun zum Vorfach. Nach einigen Versuchen mit Hard Mono, bin ich wieder zum 7x7 Stahlvorfach zurück gekommen, da mittlerweile zwei Hechte mit meinen Gummifischen spazieren schwimmen. Daher kommt bei mir kein Hard Mono mehr an die Rute. Befische ich ein klassisches Zandergewässer, wie beispielsweise den Hamburger Hafen, wechsel ich das Stahlvorfach gegen eine 0,25 er monofile Schnur aus. Das reicht immer und es kommen mehr Bisse als mit Stahl.

Das Stahlvorfach passe ich mit Klemmhülsen und der passenden Zange kostengünstig und mit individueller Länge den erforderten Stituationen an. Beispielsweise beim Benutzen eines etwas grösseren Gummifisches, ermöglicht es die Länge des "Angstdrillinges" immer genau so anzupassen, dass er schön im letzten Drittel sitzt. Beissen die Zander nur in den Schwanz des Köders, hakt der Drilling und man verhindert Fehlbisse und die mag schliesslich niemand.

Gummifische, ja da braucht man schon eine recht grosse Auswahl. Als Faustformel bewährt sich in der Regel:

Trübes Wasser = grelle Farben, klares Wasser = Natur Farben, wie Rauch oder Grün. Diese sind immer gut. Im Herbst fische ich ganz gerne rosa, das geht fast immer.

Aber auch hier macht sich experimentieren häufig bezahlt.

Jighaken dürfen nicht zu klein sein und sollten dem verwendeten Gummifisch angepasst werden. Immer scharf müssen sie sein und daher habe ich stets den Rapala Schleifstein, praktisch um den Hals gehangen dabei. Stumpfe Haken fangen halt nicht. In stehenden Gewässer gehe ich selten über 11 gr. hinaus und im Fluss passe ich das Gewicht der Strömung an.

Martin

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