karpfen.04

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2003 Wallerangeln am Po

Los ging es am Donnerstag, den 16.10.2003. Nach Zusammenpacken des Tackle`s und anschliessendem Check, wurde dieses im Bulli meines Kollegen verstaut. Unsere Reisegruppe Richtung Italien, zum "Waller Kalle Silure Camp", umfasste vier Personen, alle aus der Region Ostwestfalen.

Mit dieser Gruppe, die sich durch unser gemeinsames Hobby und unsere Leidenschaft für das Welsangeln gebildet hat, haben wir bereits einige interessante und spannende Auslandstouren erlebt. Dieses Mal stand eine Reise zum Waller-Cup am Po an, der von dem in Anglerkreisen allseits bekanntem Waller-Kalle, erstmalig initiiert wurde.

Um 21.30 Uhr fuhren wir endlich los. Zwei Kollegen brachen schon einige Stunden früher auf, da sie das Tackle für alle mit ihrem Bulli transportierten. Ich selber machte es mir auf dem Beifahrer-Sitz meines Kollegen Roland bequem...endlich ging es los!

Nachdem wir unser Ziel erreichten und alle Formalitäten erledigt hatten, bezogen wir unseren ersten Angelplatz und errichteten dort unser Lager, welches sich auf einer Sandbank des Pos befand. Nachdem wir unsere Bojen gesetzt hatten, waren wir gespannt auf die erste Nacht. Wir, das waren mein Kollege Petz und ich, die wir  uns als Team für den Cup gemeldet hatten. Die erste Nacht verlief ruhig, so daß wir den aufgrund unserer langen Anreise versäumten Schlaf, erst einmal nachholen konnten. Doch die nächsten Tage sollten noch ereignisreich werden.

Unser 1.Camp am Po-eine Sandbank

Am Abend des 2.Tages endlich der erste Biss, auf eine zwei Pfund schwere Brasse, brachte einen Wels von 1,55 cm. Die ersten Zentimeter für die Wertung waren unserem Team sicher!

Nach dem dritten Tag wechselten wir unser Lager und begaben uns stromabwärts zu einem aussichtsreichen Platz am Fuße einer Autobahnbrücke, um in einem Loch von ca. 12 Metern unser Glück zu versuchen. Die nächsten Stunden verbrachten wir mit dem Stippen von großen Brassen, die uns als Köder dienten. Mit den größten Brassen bestückte ich meine Ruten. 3 an der Zahl. Ich bot den Köder auf Grund mit einer 40 g Unterwasser-Pose an. Als mir ein fast 2 m langer Waller ausschlitzte und ich, das kann sicherlich jeder nachvollziehen, fast der Verzweifelung nahe war, ahnte ich noch nicht, dass ich schon bald Glück haben sollte.

Die darauf folgenden ca. 30 Stunden ging ich jedoch leider leer aus. Am Mittwoch Morgen um 06.30 Uhr passierte es, der Bissanzeiger schlug an und mein Highpod konnte die Rute kaum in der Fassung halten.

Jetzt wurde es spannend! Das musste ein ganz Großer sein!

Als ich den Anschlag setzte, merkte ich sofort das Schnurren über die Bremse, die ich zuvor schon fast zugedreht hatte. Mein Kollege Petz handelte sofort und machte das Boot klar. Nach abenteuerlichen 20 Minuten lag er im Boot: Ein wirklicher Pracht-Waller! Nun hieß es auf Waller-Kalle warten, der den Fisch vermessen musste. Währenddessen nutzten wir die Zeit und fotografierten meinen besten Fang beim Waller-Cup.

Dieser schöne Waller brachte mir den 5. Platz in der Einzelwertung meines immerhin ersten Cups ein. Er wog bei einer Länge von 198 cm 55 kg.

Im Team erreichten wir mit insgesamt sieben Wertungsfischen den 4. Platz, es fehlten leider nur 4,5 cm zum 3. Alles in allem waren es schöne und erlebnisreiche 10 Tage am Po in Sant Bendetto, an die ich gern zurückdenke. Das war schon eine tolle Herausforderung und für mich steht schon jetzt fest, dass ich im nächsten Jahr wieder dabei sein werde.

Viele Grüße aus Stukenbrock an alle, die mein leidenschaftliches Hobby teilen.

Euer Martin ("Lille")

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